Ein Automobil, kurz Auto, auch Kraftwagen, früher Motorwagen, ist ein mehrspuriges Kraftfahrzeug, das von einem Motor angetrieben wird und zur Beförderung von Personen und Frachtgütern dient.
Die Bezeichnung ist aus dem griechischen αὐτό~ „selbst~“ und Latein mobilis „beweglich“ abgeleitet. Diese nominelle Definition würde eigentlich auch motorisierte Zweiräder und Schienenfahrzeuge einschließen. Im allgemeinen Sprachgebrauch jedoch wird unter einem Automobil heute ein mehrspuriges, nicht schienengebundenes Kraftfahrzeug verstanden. Oft ist auch nur der Pkw, nicht aber der per Definition auch zur Gruppe der Automobile gehörende Lkw gemeint.
Die motorisch bewegten Fahrzeuge haben gegenüber den von Zugtieren gezogenen wesentliche Vorteile. Sie können schneller und weiter fahren sowie größere und anhaltende Steigungen leichter bewältigen.
Im Jahr 1995 gab es weltweit etwa 500 Millionen Personenkraftwagen, 2002 waren es bereits 590 Millionen. In Deutschland gab es 2002 etwa 53,3 Millionen Pkw, 2007 waren es rund 55,5 Millionen.
NSU steht für "Neckarsulmer Strickwaren Union"
Entgegen einem weitverbreiteten Irrglauben leitet sich der Name NSU nicht von „Näh- und Strickmaschinen Union“ oder „Neckarsulmer Strickwaren Union“ ab. Eine Firma, die einen dieser Namen getragen hätte, gab es nie. Das Unternehmen firmierte ursprünglich als „Mechanische Werkstätte zur Herstellung von Strickmaschinen“, stellte aber ab 1886 Fahrräder her und war ab 1901 maßgeblich an der frühen Entwicklung von Motorrädern in Deutschland beteiligt. Mitte der 1950er Jahre war NSU nach Stückzahlen der größte Zweiradhersteller der Welt. Der Name NSU, der ab 1892 als Markenname bzw. Markenzeichen verwendet wurde, ist die Abkürzung für den Stadtnamen NeckarSUlm, der sich von den beiden Flüssen Neckar und Sulm ableitet, die hier zusammenfließen. Die drei Buchstaben NSU standen anfangs in einer der Hirschhornstangen des württembergischen Staatswappens. Quelle: Wikipedia.de
Im Gefälle auskuppeln spart Sprit
Das denken viele, doch überlegen wir einmal kurz: Im Stand verbraucht das Fahrzeug etwa einen Liter Kraftstoff pro Stunde um den Motor am Leben zu halten. Kuppelt man den Motor im Gefälle aus, kann dieser sich nicht die Lageenergie des Gefälles, bzw. die Bewegungsenergie des Fahrzeugs zu nutze machen, da er ausgekuppelt ist und deshalb autonom läuft. Damit er nun nicht ausgeht, muss er einspritzen. Lässt man hingegen den Gang im Gefälle drin, so verbraucht der Motor keinen Kraftstoff, da er nicht einspritzen muss, selbst wenn der Drehzahlmesser 3000 Umdrehungen + anzeigt, Kraftstoff verbraucht man keinen. Natürlich kann auch das auskuppeln sparsamer sein, und zwar dann wenn man weiter rollen möchte. Beabsichtigt man jedoch kurz nach, oder noch im Gefälle anzuhalten, so sollte man den Gang lieber eingelegt lassen. Das der Motor im Gefälle im eingekuppelten Zustand keinen Kraftstoff verbraucht, liegt an der sogenannten "Schubabschaltung". Alle modernen Fahrzeuge verfügen durch das Steuergerät über diese Funktion.
Bei einer Reifenpanne wird der „Reifen gewechselt“
Heutige PKW- und auch fast alle LKW-Reifen sind „schlauchlose“ Produkte, in denen jede Menge moderne Technologie – u.a. hochfeste Stahlseile im Wulstkern – steckt. Sie werden auf ein Rad montiert – und zwar mit speziellen Maschinen – und dann aufgepumpt. Das ganze Gebilde heißt dann korrekt „Komplettrad“. Selbst Mechanikern dürfte es bei einer Panne schwerfallen, allein mit dem üblichen Bordwerkzeug eines PKW, den beschädigten Reifen von der Felge und einen neuen ohne Beschädigung auf sie zu montieren. (Die Bezeichnung „Felge“ ist übrigens, wenn auch umgangssprachlich und durch die Werbung verbreitet, ebenfalls nicht ganz korrekt. Die Felge ist nur der äußere, zylinderähnliche Teil, der mit der geprägten Radschüssel, bzw. bei Drahtspeichenrädern mit der Radnabe, verbunden ist.) Da die heute üblichen Räder, auch Leichtmetallräder, meist einteilige Konstruktionen sind, hat sich die Bezeichnung Felge bzw. „Alu“felge durchgesetzt und „Rad“ wird für das Komplettrad verwendet. Der „Reifenwechsel“ ist also eigentlich in den meisten Fällen ein Komplettrad- oder mindestens ein Radwechsel. Quelle: Wikipedia.de
Der Drehzahlmesser zeigt die "Rounds per Minute"
Wer einen amerikanischen Wagen hat, wird's kennen: im Drehzahlmesser steht "rpm". Ein weitläufiger Glaube ist, "rpm" sei hier die Abkürzung für "Rounds per Minute", also die naheliegende deutsche Übersetzung für "Umdrehungen pro Minute". Jedoch steht das Kürzel für "Revolutions per Minute", bedeutet aber auch Umdrehungen pro Minute.
Brennende Autos explodieren
siehe hier: Irrtümer über Brände
Als Brand gilt ein mit einer Lichterscheinung (Feuer, Flamme, Glut, Glimmen, Funken) verbundener Verbrennungs-, Sengen- oder Schmelzvorgang, der ohne einen bestimmungsgemäßen Herd entstanden ist oder ihn – unkontrolliert – verlassen hat und sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag.
Wenn sich ein Feuer unkontrolliert ausbreitet und Sach-, Personen- bzw. Umweltschäden anrichtet, wird es durch die Feuerwehr bekämpft. Solch ein Brand wird auch als Schadensfeuer bezeichnet.
Ausgangspunkt für einen Brand ist die Entzündung von brennbaren Stoffen durch eine Zündquelle. In dieser ersten Phase (bis zur ca. 4. Minute) entsteht ein so genannter „Initial- oder Schwelbrand“, dessen Dauer von der Sauerstoffkonzentration des Raumes abhängt.
In der zweiten Phase (ca. 4. bis 9. Brandminute) entwickelt sich ein lokaler Brand, der die Luft im Raum immer mehr aufheizt. Die Gaskonzentration erreicht ab der ca. 3. Minute Werte, die die Handlungsfähigkeit von Menschen beschränken - und ab der 5. Minute Werte, die für Menschen lebensbedrohlich sind.
Überschreitet die Raumtemperatur die Zündtemperatur der im Raum befindlichen Gegenstände, kommt es zu einer schlagartigen Brandausbreitung, der so genannte „Flash-Over“ (ca. 9. bis 10. Minute).
Die nun entstehenden Temperaturen können rasch 1000 °C und mehr erreichen. Entsprechend der vorhandenen Brandlast und der Frischluftzufuhr erhält sich das Feuer auf diesem Temperaturniveau (Vollbrandphase), bis es langsam abklingt.
Wenn es brennt, habe ich mehr als 10 Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen.
Diesem Irrtum sind leider viele verfallen, Sie haben durchschnittlich nur 4 Minuten zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann sogar bereits nach 2 Minuten tödlich sein. Rauchmelder warnen rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchgaskonzentrationen gebildet haben. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu können.
Brennendes Fett ist mit Wasser löschbar
Dies sollten Sie niemals versuchen. Da brennendes Fett oder Öl bereits bei seiner Entzündung mehrere hundert °C heiß ist, verdampft zugegebenes Wasser schlagartig. Aus einem Liter Wasser entstehen 1700 Liter Wasserdampf. Weil das Wasser jedoch einige Sekundenbruchteile benötigt, um im heißen Fett zu verdampfen, sinkt es vorher noch in dieses ein. Durch die explosionsartige Verdampfung (Fettexplosion) wird das brennende Fett mit dem Wasserdampf aus dem Behälter gerissen, mit für den Löschenden und die Umgebung meist verheerenden Auswirkungen. Daher sollten Sie brennendes Speiseöl oder -fett am Besten nur abdecken, anstatt den Löschversuch mit Wasser zu wagen.
Brennendes Benzin ist mit Wasser löschbar
Eine Benzinflamme kann man nicht mit Wasser löschen, weil Mineralöle leichter als Wasser sind. Dadurch schwimmt das Benzin auf dem Wasser und kann sich weiterausbreiten. Sollte sich das brennende Benzin in einem Gefäß befinden, beginnen die Wasserspritzer bei Berührung mit dem heißen Benzin sofort zu verdampfen, wodurch dieses aus dem Gefäß herausgeschleudert werden kann und somit eine Stichflamme bildet. Eine Benzinflamme wird durch eine Erstickung erlöscht, dazu wird u. a. Sand, Löschpulver oder -schaum verwendet.
Ein brennendes Fahrzeug explodiert
Glauben Sie nicht alles, was Hollywood Ihnen präsentiert. Um eine Explosion herbeizuführen, muss sich zuerst ein explosionsfähiges Gemisch aus Benzindämpfen und Sauerstoff bilden. Dies kann nicht im Tank passieren und auch nicht an der freien Luft. Fängt ein Auto Feuer und der Brand erweitert sich in die Nähe des Benzintanks, sodass dieser erhitzt wird, steigt die Temperatur im Tank an. Durch diesen Temperaturanstieg steigt auch der Druck im Tankinneren. Bei zu hohem Druck reisst der Tank an den Schweißnähten auf, sodass Benzin austreten kann. Wenn dieses mit dem Brand in Berührung kommt, brennen die Benzindämpfe ab, explodieren aber nicht. Bei Fahrzeugen mit Autogas bedeutet dies in etwas das Gleiche. Autogastanks sind mit einem Sicherheitsventil ausgestattet. Steigt durch Erhitzung der Druck im Inneren an, öffnet das Ventil sodass das Gas entweichen kann. Maximal entsteht hierbei eine Stichflamme. Was allerdings eine Gefahr in sich bergen kann ist das Ablöschen des brennenden Tanks, da sich durch das Löschmittel am Ventil eine "Löschblase" bilden kann. Platzt diese, entweicht schlagartig Gas. Entzündet sich dieses am (noch) brennenden Fahrzeug, kann es zu einem lauten Knall kommen, eine große Explosion mit meterhoher Feuerwand, wie es in Filmen dargestellt wird, bleibt jedoch aus.

