Der Staat Preußen existierte von 1701 bis zu seiner Auflösung 1947. Die Bezeichnung dieses Staates leitete sich von der gleichnamigen historischen Landschaft ab, die nach dem ursprünglich dort lebenden baltischen Stamm der Prußen benannt war.
Der 1701 durch die Krönung des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg zum König in Preußen gegründete Staat umfasste die gesamten, bis dato nur lose in Personalunion regierten Gebiete des hohenzollerschen Geschlechts, die in der Geschichtswissenschaft als Brandenburg-Preußen bezeichnet werden.
Vor 1701 bezeichnete Preußen nur die außerhalb der deutschen Grenzen des Heiligen Römischen Reiches gelegenen Gebiete zwischen Hinterpommern und Kurland, die den späteren Provinzen West- und Ostpreußen entsprachen.
Die herausragenden Landesteile des neugegründeten Staates waren die seit 1415 durch die Hohenzollern regierte Mark Brandenburg und das 1525 durch Säkularisierung des Restordensstaates entstandene Herzogtum Preußen, welches seit 1618 in Personalunion den Kurfürsten von Brandenburg unterstand. Weitere Landesteile waren Hinterpommern, das Herzogtum Magdeburg, Minden-Ravensberg, die Grafschaft Mark und das Herzogtum Kleve.
Im Verlaufe des 18. Jahrhunderts wurde der Name Preußen zunehmend auf die Gesamtheit der Hohenzollerschen Besitzungen übertragen. Das Königreich Preußen stieg 1763 zur europäischen Großmacht auf, verdrängte nach der Märzrevolution das Kaisertum Österreich aus der Führungsposition der deutschen Staaten und gründete 1871 das Deutsche Kaiserreich, dessen dominierender Teilstaat (Bundesglied) es wurde.
Nach dem Sturz der Monarchie in der Novemberrevolution von 1918 wurde das Königreich zum republikanischen Freistaat Preußen, der 1932 im Preußenschlag von der Reichsregierung entmachtet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte der Alliierte Kontrollrat der Besatzungsmächte 1947 die Auflösung Preußens. Seine Geschichte gehört zu den Traditionslinien der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland; Preußens einstiges Territorium (Stand 1871) teilt sich Deutschland heute mit sechs weiteren Staaten, von Frankreich bis Russland.
Königlich Preußische Eisenbahn–Verwaltung: Die staatlichen Eisenbahnen Preußens unterstanden der „KPEV“
Die verschiedenen und weitgehend selbstständigen preußischen Staatseisenbahnen wurden vom preußischen Ministerium für öffentliche Arbeiten verwaltet. Das „KPEV“ findet sich auf gegossenen Fahrzeugwappen, die einstmals offensichtlich von einem Beamten der Eisenbahndirektion Coeln linksrheinisch entworfen und dann unbedacht von den verschiedenen Eisenbahndirektionen weiterverwendet wurden. Eine „Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung“ mit diesem Namen hat es indes nie gegeben, doch wurde der Begriff unter Eisenbahnfans ab etwa 1970 sehr verbreitet und als einst real existierend angesehen. Quelle: Wikipedia.de

