Gladiatoren (vom lateinischen gladius, einem „Stoßschwert“) waren im antiken Rom Berufskämpfer, die in öffentlichen Schaustellungen gegeneinander kämpften. Der Kampf der Gladiatoren gegeneinander wird als Gladiatur bezeichnet. Gladiatorenkämpfe waren Bestandteil des römischen Lebens von 264 v. Chr. bis Anfang des 5. Jahrhundert nach Chr. Der Ursprung der Spiele ist nicht vollständig geklärt. Vermutet wird, dass Gladiatorenkämpfe eine religiöse Bedeutung im Rahmen von Totenfeiern hatten. Nach römischen Quellen waren die Gladiatorenspiele etruskischen Ursprungs. Allerdings fehlen bei Darstellungen etruskischer Leichenspiele Szenen, die als Gladiatorenkämpfe deutbar wären. Jedoch zeigen Grabmalereien aus Paestum in Kampanien aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Kämpfe zwischen zwei bewaffneten Männern, wobei z. T. eine dritte Person dargestellt ist, die als Kampfrichter gedeutet wird. Daher wird heute der Ursprung der Spiele auch in Kampanien vermutet, wobei zu bedenken wäre, dass die Etrusker in dieser Zeit Herrscher Kampaniens waren.
Gladiatoren sagten „Die Todgeweihten grüßen dich“
Lateinkundige und Asterix-Leser kennen den Spruch: „morituri te salutant“ (die Todgeweihten grüßen dich). Damit sollen die Gladiatoren im Alten Rom den Kaiser begrüßt haben, bevor sie ihrer blutigen Arbeit nachgingen. Überliefert ist dieser Satz allerdings nur für eine einzige Gegebenheit, wobei es sich nicht einmal um einen Gladiatorenkampf, sondern um eine inszenierte Seeschlacht handelte. Der Gedanke eines letzten Grußes vor dem wahrscheinlichen Tod war aber offensichtlich so gruselig-schön, dass „Die Todgeweihten grüßen dich“ zu einem geflügelten Wort wurde, das man auf die Gladiatorenkämpfe allgemein übertragen hat. Quelle: Wikipedia.de
Das Publikum bewertete Gladiatoren mit Daumen nach oben oder unten
Den berühmten Daumen, der nach oben oder unten zeigt, gibt es zwar heute in Fernsehzeitschriften, für das Alte Rom ist er jedoch nicht belegt. Richtig ist allerdings, dass das Publikum bei Gladiatorenkämpfe darüber entscheiden durfte, ob ein unterlegener Kämpfer weiterleben durfte. In solchen Momenten riefen sie „mitte“ (lass ihn gehen) oder „missum“, dann durfte der unterlegene Gladiator lebend die Arena verlassen. Der Ruf „iugula“ (abstechen) dagegen kündigte das hinrichtungsmäßige Ende des Gladiators an. Ob dabei auch der Daumen zum Einsatz kam, ist unklar. Falls ja, könnte auch ein Zeigen nach unten das positive Signal gewesen sein. Möglicherweise zeigte der Daumen auch auf die Brust, um den Sieger zum Töten aufzufordern. Das alles ist jedoch Spekulation, für die es keine gesicherte Quelle gibt. Quelle: Wikipedia.de

