Dienstag, 10 Januar 2012 13:43

Dudelsack

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Der Dudelsack kommt aus Schottland

Das Ursprungsland der Sackpfeife ist vermutlich Indien. Die in Sanskrit Nagabaddha genannte indische Sackpfeife besaß im Süden nur eine Bordunpfeife, im Norden gelegentlich auch eine Spielpfeife.

In ptolemäischer Zeit taucht die Sackpfeife im Alten Ägypten auf. Der römische Historiker Sueton überliefert (Nero, 54), dass Kaiser Nero sich als utricularius präsentiert hätte. Dieser Begriff hängt mit lat. utriculus "Weinschlauch" zusammen. Die Übersetzung als "Sackpfeifer" ergibt sich aus einer Referenzstelle bei Dion Chrysostomos, der von Nero berichtet, er sei fähig, den Aulos sowohl mit dem Mund als auch mittels eines unter die Achsel geklemmten Sackes zu spielen.

In der Bibel könnten Sackpfeifen im Buch Daniel erwähnt sein (Elberfelder Übersetzung, Daniel Kapitel 3 Verse 5,7,10 und 15), und zwar im Zusammenhang mit dem Babylonischen Reich.

Im Mittelalter verbreitete sich die Bordunmusik und damit auch die Sackpfeife über ganz Europa. Die ältesten Belege in Deutschland finden sich in zwei Urkunden aus dem Kloster St. Blasien aus dem 8. oder 9. Jahrhundert. Wasserspeier in Form eines Sackpfeifers, Claustro de San Juan de los Reyes, Toledo Lediglich eine mittelalterliche Sackpfeife ist im Original bis in die Gegenwart erhalten, die "Rostocker Spielpfeife" aus dem 15. Jahrhundert. Darüber hinaus sind die mittelalterlichen Sackpfeifen aber durch viele Beispiele in der Kunst erschließbar. Bis ins 15. Jahrhundert waren es überwiegend einbordunige, mundgeblasene Sackpfeifen.

Im Frankreich des 18. Jahrhunderts war die Sackpfeife in Form der Musette de Cour wichtiges Instrument der höfischen Musik, viele Originalkompositionen für das Instrument sind in dieser Zeit entstanden. Daneben existieren in Frankreich eine Vielzahl regionaler Formen, von der Boha der Gascogne, der Cabrette der Auvergne über die Cornemuses der Zentralregion bis zum Binioù Kozh der Bretagne.

In Schottland hat die Sackpfeife eine besondere Tradition als Instrument am Hof. Im britischen „Disarming Act“ nach der Schlacht bei Culloden wurde die schottische Tradition großteils untersagt. Dies betraf die Hochland-Kleidung, aber nicht die Sackpfeife selbst. Die Sackpfeife lebte auch als Militärinstrument weiter und wird oft als schottisches Nationalinstrument bezeichnet.

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