Die Blindschleiche (Anguis fragilis) ist eine Echsenart innerhalb der Familie der Schleichen (Anguidae). Sie hat keine Extremitäten. Die Gesamtlänge eines erwachsenen Tieres beträgt maximal 52 cm, meist jedoch 35-45 cm. Blindschleichen können im Idealfall bis zu 50 Jahre alt werden. Blindschleichen sind in ganz Europa verbreitet, aber auch in Nordafrika und im Osten bis Westsibirien anzutreffen, vor allem in Feuchtbiotopen und Wäldern. Meist sind sie unter Laub, Zweigen oder im Kompost versteckt. Man sieht sie oft nur morgens und abends bei ihrem Sonnenbad. Die Blindschleiche gräbt sich im Winter eine Höhle oder sucht Hohlräume, etwa in Komposthaufen. Ihre Kältestarre dauert bis Ende März oder Anfang April.
Blindschleichen sind blind
Blindschleichen sind nicht blind. Sie haben kleine, rote Augen mit beweglichen Augenlidern und sind damit durchaus in der Lage zu sehen. Quelle: Wikipedia.de
Die Blindschleiche ist eine Schlange
Eine Blindschleiche ist keine Schlange, sondern eine Schleiche und gehört zu den Eidechsen. Offenbar hat sich jedoch die Schlangengestalt im Laufe der Evolution bewährt, weshalb auch andere Tierarten sie übernommen haben. Quelle: Wikipedia.de [Bearbeiten]Die
Blindschleiche müsste eigentlich "Blendschleiche" heißen
Dass der Name der Blindschleiche nichts mit ihrer vermeintlichen Blindheit zu tun hat, wird in vielen Irrtümer-Büchern beschrieben. Stattdessen wird meist die silberne (blendende) Farbe als Namensgeber genannt, weshalb die Blindschleiche eigentlich "Blendschleiche" heißen müsste. Auch diese Erklärung ist jedoch falsch, zumal die Blindschleiche eher bräunlich aussieht. In Wirklichkeit wurde die Blindschleiche früher in der Tat für blind gehalten, wie ihre französische Bezeichnung orvet und der italienische Name orbettino belegen: Beide gehen auf das lateinische Wort orbus = blind zurück. Im klassischen Latein hieß das Tier caecilia, was ebenfalls auf ein "blind" bedeutendes Wort zurückgeht (caecus). Dass die Blindschleiche ihren Namen den "blinden", also zurückgebildeten Extremitäten verdanke, erscheint demgegenüber fernliegend. Quelle: Wikipedia.de

