Der Würfel (auch gleichseitiges Hexaeder [hɛksaˈeːdər], von griech. hexáedron, „Sechsflächner“, oder Kubus, von lat. cubus, „Würfel“) ist einer der fünf platonischen Körper, genauer ein (dreidimensionales) Polyeder (ein Vielflächner). Der Würfel ist ein spezielles (dreidimensionales) Parallelepiped (Parallelflach), ein spezieller (nämlich gleichseitiger) Quader sowie ein spezielles gerades quadratisches Prisma.
Ein Würfel hat vier Ecken
Wer nachzählt, kann es bestätigen: Ein Würfel hat definitiv acht Ecken. Vor diesem Irrtum waren nicht einmal die Autoren des Lexikons der populären Irrtümer gefeit, denn in der zweiten Folge (Das neue Lexikon der populären Irrtümer) ist unter dem Stichwort Eier folgendes zu lesen: „… die Eier des Katzenhais z. B. sind viereckig wie Würfel.“ Krämer und Trenkler sind jedoch nicht die einzigen, denen ein solcher Fauxpas unterlaufen ist. Zu Zeiten der Weimarer Republik gab es in Deutschland sogar eine Vorschrift, die besagte, dass eine Wahlurne vier Ecken haben müsse. Ein Mathematik-Professor legte daraufhin zum Spaß Protest ein. Die Wahlurne in seinem Wahllokal, so seine Argumentation, habe keine vier Ecken, sondern deren acht. Letztlich ist die Festlegung, wie viele Ecken ein Würfel hat, eine Frage der Definition. In dreidimensionaler Hinsicht kann man die Lösung mit den acht Ecken unschwer nachvollziehen. Definiert man hingegen den Begriff „Ecke“ in zweidimensionaler Hinsicht als Schnittpunkt zweier bestimmter Linien (Kanten), dann hat derselbe Würfel 24 Ecken (6 Seiten mit je 4 Ecken), von denen keine doppelt gezählt ist. Also lassen wir dem Würfel seine vier Ecken auf jeder Fläche, seine acht dreidimensionalen Ecken und seine 24 zweidimensionalen Ecken – oder dem Betrachter seine individuelle Sichtweise. Übrigens, wenn die acht dreidimensionalen Ecken abgerundet sind, dann handelt es sich wohl um einen Würfel mit null Ecken – oder? Quelle: Wikipedia.de

