Ein Telefon oder Telephon (v. griech.: τῆλε tēle „fern, weit“ + φωνή phōnē „Stimme“), auch Fernsprecher oder im Fachjargon Fernsprechapparat (FeAp) genannt, ist ein Kommunikationsmittel zur Übermittlung von Tönen und speziell von Sprache mittels elektrischer Signale. Die Begriffe Fernsprecher und Fernsprechapparat gehen auf das Wirken von Heinrich von Stephan zurück, der für den Erhalt der deutschen Sprache kämpfte und das Stephandeutsch im deutschen Postwesen entwickelte.
Umgangssprachlich wird meist nicht genau unterschieden zwischen dem „Telefon“ als Gesamtsystem und dem „Telefon“ als Endgerät des Telefonnetzes. In der Schweiz wird mit „Telefon“ auch oft ein Telefongespräch (Telefonat) gemeint: „Geben Sie mir ein Telefon“ bedeutet dann auch „Rufen Sie mich an"
Alexander Graham Bell erfand das Telefon
Um das Jahr 1875 waren vor allem Alexander Graham Bell, Antonio Meucci und Elisha Gray in den USA damit befasst, ein Telefon zu entwickeln. Der aus Italien stammende Theatermechaniker Meucci baute schon 1854 eine Fernsprechverbindung für seine Frau, die aufgrund eines rheumatischen Leidens ihr Zimmer nicht verlassen konnte. Meucci führte sein Gerät 1860 öffentlich vor und beschrieb es in einer italienischen Zeitung in New York. Bell war Anfang des Jahres 1876 noch nicht in der Lage, ein Telefon zu bauen, dennoch reichte sein Anwalt am 14. Februar 1876 einen Patentantrag ein, nur zwei Stunden bevor der gleichfalls an einem Telefon-Apparat arbeitende Elisha Gray dies tun konnte. Zugute kommt Bell dabei, dass das Patentamt einige Jahre zuvor die Anforderung fallen ließ, mit dem Patentantrag ein funktionierendes Modell einzureichen. Mit dem erfolgreichen Patentantrag konnte Bell seinen Konkurrenten – darunter auch Thomas Alva Edison – wirksam eigene Telefon-Entwicklungen untersagen. Bell gelangte schon vor seinem Patentantrag in den Besitz von Meuccis Materialien und Unterlagen, als dieser durch einen Unfall schwer verletzt wurde und seine Werkstatt verkaufen musste. Als Meucci 1874 seine Gerätschaften und Unterlagen zurückfordert, wird ihm mitgeteilt, man habe diese verloren. Für die Realisierung des praxistauglichen Telefons musste Bell zudem noch auf Ideen von Elisha Gray zurückgreifen. Quelle: Wikipedia.de
Philipp Reis erfand das Telefon
Philipp Reis (1834–1874) baute 1861 eine Vorrichtung zur elektrischen Tonübertragung mit einem Stück Wursthaut mit einem feinen Platinstreifen als Trommelfell. Dieses wird von einem stromdurchflossenen Draht berührt. Schallwellen versetzen das „Trommelfell“ in Schwingungen, die den Stromkreis zwischen Metallstreifen und der Drahtfeder unterbrechen. Als Empfänger dient eine um eine Stricknadel gewickelte Kupferdrahtspule, durch die Stromimpulse vom „Trommelfell“ fließen. Die durch das pulsierende Magnetfeld bewegte Nadel übersetzt die Impulse wieder in Schallwellen; zur Verstärkung der Töne setzt Reis ein Holzkästchen als Resonanzboden ein. Technisch betrachtet konnte die Vorrichtung nur bei sehr schwacher Berührung des Platinblechstreifens durch die Drahtfeder funktionieren. Diese Einstellung konnte von jeder geringen mechanischen Erschütterung und Temperaturänderung zu Fall gebracht werden. In dieser Form war die Vorrichtung nicht praxis- und alltagstauglich und da Reis auch keine Verbesserungen durchführte, führte dies nicht zu einer Entwicklung und Verbreitung des Telefons. Quelle: Wikipedia.de

